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Vitamine aus dem Park mitnehmen

In vielen städtischen Parks wächst Berberitze. Der eigentlich in allen Teilen giftige Strauch hat dunkelrote, längliche Beeren, die man essen kann und sollte.

Berberitzen sind ziemlich lecker! Im Nahen Osten gehört sie fest ins Gewürzregal. Man verfeinert damit Reis-, Fleisch- und Fischgerichte.

Ihre Zweitnamen „Sauerdorn“ oder „Essigbeere“ ist nicht zufällig gewählt — tatsächlich schmeckt die kleine Frucht säuerlich bis sauer.

Und sie sind gesund: Im Nahen Osten nutzte man die Frucht lange gegen Erkältungs- und Grippebeschwerden oder Entzündungen im Mund. Der deutsche Pfarrer Kneipp verschrieb den Berberitzen-Extrakt gern bei Leber- und Gallenbeschwerden.

Mit rund 25 mg Vitamin C pro 100 g pushen die Berberitzen das Immunsystem, die reichlich enthaltenen natürlichen roten Farbstoffe schützen die Körperzellen vor freien Radikalen. Getrocknete Berberitzen haben zudem relativ viele Kalorien, aber kaum Fett und einen ziemlich hohen Anteil sättigender Ballaststoffe.

Frische Berberitze können Sie in Deutschland mit etwas Glück eventuell in arabischen oder orientalischen Läden finden, ansonsten kann man sie im Herbst natürlich selbst pflücken.

Getrocknete Berberitzen bekommt man inzwischen Bioladen oder auch im Internet. Achten Sie darauf, dass die Berberitzen eine schöne, leuchtend dunkelrote Farbe haben.

Die Berberitzen passen in jedes Müsli, in den Obstsalat oder andere Salate. Man kann aus ihnen Marmelade, Gelee oder Saft machen.

 

Die Berberitze wächst in vielen Parks und Gärten. Sie ist in allen Teilen giftig, nur die roten Beeren sind essbar.